Die Allgemeinschwäche

Es sind zunächst nur Begriffe wie Allgemeinschwäche oder Schwächezustand. Was sich dahinter verbirgt hat viele Gesichter. In der Praxis sind sie immer wieder zu hören, dass die Patienten allgemein schwach sind. Ein Arzt unterscheidet meistenteils nach verschiedenen Möglichkeiten der Allgemeinschwäche, es können akute nervöse Erschöpfungszustände sein, chronische oder anlagebedingte Nervenschwäche oder die bekannte Potenzschwäche des Mannes sowie die Frigidität einer Frau. Und dann kommt die allzu häufig auftretende Kreislaufschwäche hinzu, Infekte oder Blutarmut. Wie Sie sehen und lesen können, sind die Gesichter der Allgemeinschwäche also sehr vielfältig.

Bei starken seelischen, geistigen und körperlichen Überanstrengungen steht die nervöse Erschöpfung im Zeichen der Behandlung. Das unmittelbare Umfeld und die Verhaltensweisen bei Überlastungen spielen eine große Rolle. Operationen, schlechter Schlaf, Atemnot, Blutverluste, Unfälle oder Geburten können zur nervösen Erschöpfung führen. Appetitmangel ist ein weiteres Zeichen der Allgemeinschwäche genauso wie Schwindel, Gereiztheit, großes Schlafempfinden, Herzklopfen, Mutlosigkeit und Leistungsabfall. Oftmals stehen depressive Verstimmungen auf der Tagesordnung. Es ist immer die Sache des Arztes oder des Heilpraktikers, die Ursache für die Allgemeinschwäche herauszufinden.

Die Behandlung sollte nicht so lange hinausgeschoben werden, sondern schnellstmöglich eingeleitet werden. Immerhin ist es nicht nur das unangenehme Wetter, dass uns Sorgen bereitet, sondern die Vielfalt der Allgemeinschwäche, die gerade in diesen grauen Monaten vermehrt auftritt. Wichtig sind bei der Behandlung eine umfassende Ruhezeit einzuhalten, frische Luft und eine geregelte Lebensweise. Soweit es möglich ist, wäre es von Vorteil, auch physikalische Heilweisen wie das Trockenbürstenbad, Luft- und Sonnenbäder, Kneippsche Wasseranwendungen, Massage und Sauna sowie Atemtherapie individuell anzuwenden.

Eine wesentliche Rolle zur Behandlung der Allgemeinschwäche sind Heilpflanzen. So werden Arnika, Baldrian, Enzian, Johanniskraut, Melisse, Wermut, Primel, Tausendgüldenkraut, Berberitze und viele andere in verschiedenen Formen genutzt. Ein herrlicher Tee aus diesen Heilpflanzen, mit Honig versüßt, kann mitunter der erste Schritt in die richtige Richtung zur Abschaffung der Allgemeinschwäche sein. Ein sehr gut beruhigender Tee ist beispielsweise der 4-Wochen-Tee, bestehend aus Wermut, Waldmeister, Rauwolfia und Weißdorn. Wer auf die 4 Wochen verteilt je 2-mal täglich diesen Tee trinkt, wird schon bald die innere Ruhe in sich vorfinden, die durch die Schwäche abhandengekommen war.

Posted on Tags